ZUR PSYCHOPATHOLOGIE DER GEGENWÄRTIGEN POLITIK
Warum wirkt die gegenwärtige Weltpolitik so aggressiv, moralisch aufgeladen und zugleich dialogunfähig?
Mad World nähert sich dieser Frage aus einer ungewöhnlichen, aber scharfen Perspektive: Psychopathologie – nicht als Diagnose, sondern als Metapher. Der
Autor zeigt, wie Angst, Trauma, narzisstische Selbstüberhöhung und institutionelle Dissoziation politische Systeme prägen und Eskalationen begünstigen.
Ob die moralische Dominanz der USA, Russlands konfrontative Kränkungsverarbeitung, Chinas autoritäre Affektkontrolle oder die konfliktscheue Verfahrenspolitik der EU – das Buch legt die
psychischen Strukturmuster offen, die hinter scheinbar rationalen politischen Entscheidungen wirken.
Dabei bleibt Mad World nicht bei der Analyse stehen. Mit Instrumenten aus Tiefenpsychologie, Familientherapie, gewaltfreier Kommunikation und
buddhistischer Ethik wird Geopolitik als therapeutischer Prozess neu gedacht. Die ausführliche Auseinandersetzung mit Myanmar zeigt exemplarisch, wie Stabilisierung, Würde und Transformation
jenseits ideologischer Kurzschlüsse möglich sein könnten.
Ein interdisziplinäres, unbequemes und zugleich zutiefst humanes Buch – für alle, die Politik nicht länger nur moralisch bewerten, sondern psychologisch verstehen wollen.
